Der Betrieb
Der 15 Hektar große, zusammenhängende Familienbetrieb liegt in der Berggemeinschaft Alto Tammaro, in Morcone im Ortsteil Pagliarelle. Die unberührte Landschaft des südlichen Apennins befindet sich 500 bis 600 Meter über dem Meeresspiegel.
Seit 2015 füllen und etikettieren wir vier Linien ab: drei sortenreine Öle aus Ortice, Leccino und Monicella sowie eine Cuvée. Die Bio-Zertifizierung durch Bioagricert umfasst die gesamte Kette vom Olivenhain bis zur Flasche.
Unsere Geschichte
- ●1929
Gabriele Senior gründet den Hof als gemischten Getreide- und Viehbetrieb mit Oliven- und Weinbau. Rund 60 Olivenbäume sind bereits vorhanden.
- ●1999
Unter Giacomo beginnt die Spezialisierung auf den Olivenbau: Die ersten drei Hektar Monicella werden gepflanzt.
- ●2000
Auf etwa 1,15 Hektar wird die Sorte Leccino eingeführt.
- ●2004
Umstellung der ersten 4,15 Hektar Olivenhaine auf ökologischen Landbau.
- ●2005
Die ersten fünf Hektar Ortice, einer typischen Sorte des Sannio bei Benevento, werden gepflanzt.
- ●2014
Die Leitung geht an die Geschwister Gabriele Junior und Angela über.
- ●2016
Mit weiteren 2,5 Hektar Ortice wird die Umstellung des gesamten Betriebs auf Olivenbau abgeschlossen.
- ●2019
Giacomo übernimmt erneut die Leitung.
Vom Hain in die Flasche
Sechs Dinge entscheiden über die Qualität eines Olivenöls
Natives Olivenöl extra entsteht nicht in der Ölmühle, sondern in den zwölf Monaten davor — und es lässt sich in einem halben Tag verderben. Das sind die sechs Punkte, an denen wir ansetzen.




Die Sorte
Jede Sorte hat ihr eigenes Profil und ihren eigenen natürlichen Gehalt an Antioxidantien. Ortice, Leccino und Monicella verarbeiten wir getrennt, nie als Verschnitt.
Gesunde Früchte
Eine von der Olivenfliege angestochene Frucht gärt und trägt einen Fehler ein, den keine spätere Verarbeitung wieder herausholt. Im Bio-Anbau schützt man den Hain durch Beobachtung, nicht durch Spritzen nach Kalender.
Der Erntezeitpunkt
Wir ernten beim Farbumschlag, wenn die Oliven von Grün nach Violett wechseln. Wartet man länger, steigt die Ölausbeute und die Polyphenole sinken: mehr Öl, ärmeres Öl.
Die Zeit zwischen Ernte und Mahlen
Der am meisten unterschätzte Faktor. In Kisten liegende Oliven erwärmen sich und gären, deshalb mahlen wir jeden Abend die am selben Tag geernteten Früchte.
Die Extraktionstechnik
Kaltextraktion, rein mechanisch: keine Lösungsmittel, keine Wärmezufuhr. Die Temperatur bleibt in jedem Schritt unter 27 °C, denn darüber verflüchtigen sich die Aromen und die Polyphenole bauen ab.
Die Lagerung
Fertiges Öl scheut Licht, Luft und Wärme. Wir lagern es in Edelstahl unter Stickstoff bei 12 bis 18 °C und füllen auf Bestellung ab, statt ein Lager zu füllen.
Mehr als 20 Jahre Leidenschaft.
